Betrugs-Anruf: Wenn „Microsoft“ anruft
Erkennen, auflegen, richtig reagieren — zum Ausdrucken und neben das Telefon legen
Woran Sie den Anruf in fünf Sekunden erkennen
- Es wird ein Anruf, obwohl Sie selbst nirgends etwas angefordert haben. Echte Support-Firmen rufen nicht ohne Auftrag an.
- Der Absender nennt sich „Microsoft Security Department“, „Windows Safety Team“ oder ähnlich — so eine Abteilung existiert nicht.
- Sie sollen am Telefon etwas bestätigen: eine Zahl vorlesen, „Ja“ sagen, ein Passwort nennen. Niemand, der Ihr Konto schützt, braucht das am Telefon.
- Es wird Druck gemacht: „Der Computer ist gleich verloren“, „zahlen Sie jetzt“. Wer Sie hetzt, will, dass Sie nicht nachdenken.
- Es kommt eine Fehlermeldung als Bild („Ihr Windows ist gesperrt“) oder eine Internetadresse, die Sie eintippen sollen.
Was Sie sofort tun
- Auflegen. Einfach. Ohne Begründung, ohne Diskussion, aus Höflichkeit warten Sie bei so einem Anruf nicht.
- Rückruf-Nummer nicht verwenden. Die angezeigte oder durchgesagte Nummer gehört den Betrügern, nicht Microsoft.
- Nichts klicken, nichts installieren — auch nicht das, was „nur zur Sicherheit“ klingt.
- Im Zweifel nachfragen: bei einer Person Ihres Vertrauens oder bei mir. Lieber einmal zu viel nachgefragt als einmal zu wenig aufgelegt.
Was Sie am Telefon niemals sagen
- „Ja“ — Fragen Sie vorher: „Worum geht es?“ Statt „Ja, ich möchte“ oder „Ja, das bin ich“.
- Geburtsdaten — der eigene oder der von Angehörigen (häufige Sicherheitsfrage).
- Kontonummern, Kartennummern, PIN, TAN, Passwörter. Niemand, der wirklich hilft, braucht sie am Telefon.
- Eine Zahl von Ihrem Bildschirm — das ist der Schlüssel für den Fernzugriff.
- „Ich bin einverstanden“ oder eine Zusage für eine Installation oder Zahlung.
Falls Sie doch mitgeredet haben
- Computer oder Handy sofort vom Internet trennen — WLAN-Stecker am Router ziehen oder Flugzeugmodus einschalten. Das unterbricht jeden Fernzugriff.
- Nichts löschen, nichts ändern — das Chaos gehört dem Techniker, nicht Ihnen.
- Nichts bezahlen, was künftige „Abbuchungen“ verspricht. Bei einer erfolgten Lastschrift: Ihre Bank bitten, die Lastschrift zurückzubuchen — das geht bis acht Wochen ohne Begründung.
- Anzeige erstatten — bei der Polizei (in Spanien 091, in Deutschland 110; das ist keine Notruf-Situation, ein Brief oder die Online-Wache gehen auch). Machen Sie das auch dann, wenn nichts passiert ist — so werden die Nummern bekannt.
- Dann erst: Computer prüfen lassen und die Passwörter ändern, die Sie genannt haben.
Und was, wenn der Anruf wirklich von einer Firma kommt?
Dann ist auch das leicht: Ein echter Ansprechpartner akzeptiert es, wenn Sie auflegen und sich später über die Ihnen bekannte Nummer melden. Rufen Sie die Stelle über die Nummer zurück, die Sie haben — nie über die, die der Anrufer nennt. Wer bei einem Rückruf nicht erreichbar oder überrascht ist, war ein Betrüger.
Der wirksamste Schutz: einmal besprechen
Reden Sie mit den Menschen in Ihrem Haushalt, die erfahrungsgemäß diese Anrufe bekommen — meist ältere Angehörige. Sagen Sie genau einen Satz: „Wenn irgendwer unaufgefordert anruft und am Rechner will: einfach auflegen.“ Kein Argument der anderen Seite ist gut genug, um diesen Satz zu übertragen. Dieser Merksatz verhindert mehr Schaden als jede Software.
Zum Ausschneiden — neben das Telefon legen
Unaufgeforderter Anruf?
Einfach auflegen.
- Microsoft ruft niemals von sich aus an.
- Kein „Ja“, keine Zahl, kein Passwort am Telefon.
- Nichts installieren, nichts bezahlen.
- Frage? Anrufen: +34 649 25 07 32
deniapcdoc.com · Anleitung „Betrugs-Anruf“